Wiederwahl des Vorstands beim Presseclub Niederrhein

Geschrieben von am 20. März 2017 | Abgelegt unter Uncategorized

Neuer und alter Vorstand des Presseclubs Niederrhein Foto: Renate Wickenhöfer / Rainer Döller

Die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung des Presseclubs Niederrhein (PCN) haben dem kompletten Vorstand ihr Vertrauen ausgesprochen. Alle wurden wiedergewählt. Einen Wechsel gab es innerhalb des Vorstands: Kerstin Röhrich ist nun 2. Vorsitzende und Stellvertreterin von Sigrid Baum, die den Vorsitz seit vielen Jahren innehat. Der bisherige 2. Vorsitzende, Thorsten Schröder, ist nun Beisitzer.

Für das neue Jahr hat sich der Presseclub einiges vorgenommen. So soll es einen Mittwochs-Talk (im Wechsel mit dem seit vielen Jahren stattfindenden Mittwochs-Gespräch) geben und der „Konrad-Duden-Journalisten-Preis“ ist in seiner vierten Auflage ausgeschrieben. Zusätzlich will der Presseclub mit Mitgliedern und Freunden auf Tatort-Spuren im mörderischen Münster wandeln. Ebenso steht ein gemeinsames Weihnachtsbaum-Schlagen auf dem Programm.

Zum neuen/alten PCN-Vorstand gehören (v.l.) Markus Helmich, Ernst Krempelsauer, Thorsten Schröder, Kerstin Röhrich, Ulf Maaßen, Sigrid Baum, Cornelia Bothen, Rainer Döller und Gerhard Klinkhardt. Foto: Rainer Döller / Renate Wickenhöfer

 

 

Wilhelm Hermsen – 25 DJV-Mitglied im Presseclub Niederrhein

Geschrieben von am 17. März 2017 | Abgelegt unter Allgemein, Uncategorized

Auf der Jahreshauptversammlung gratulieren alle Wilhelm Hermsen sehr herzlich zu seinem 25-Jährigen Jubiläum im Deutschen Journalisten-Verband.

 

Wilhelm Hermsen ist u.a. der geistige Vater des Konrad-Duden-Journalistenpreises und kam eigens aus der Eifel, seinem jetzigen Wohnsitz, um die Ehrung anzunehmen.

Presseclub Niederrhein ist beim „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ dabei

Geschrieben von am 3. März 2017 | Abgelegt unter Uncategorized

Kreis Weseler Erklärung: Bündnis für Demokratie und Toleranz

Unsere Demokratie erlebt vielfache Anfeindungen:

 Übergriffe auf geflüchtete Menschen, Zunahme von Fremdenfeindlichkeit und extremen, gewaltverherrlichenden sowie demokratiefeindlichen Positionen

 Anfeindungen und Angriffe gegenüber ehrenamtlich Tätigen, aber auch gegenüber Einsatzkräften der Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten, sowie haupt- und ehrenamtlich tätigen PolitikerInnen

 das Leugnen von Fakten und die gezielte Verbreitung und Streuung von Falschmeldungen (Fake-News)

 Diffamierung von Medien als Lügenpresse, zunehmende Respektlosigkeit gegenüber Mitmenschen sowie Intoleranz und Hass

 Populisten wie die der AfD und NPD nutzen die Ängste der Menschen, um daraus politisches Kapital zu schlagen und langfristig unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung auszusetzen.

All das rüttelt an unserem demokratischen Grundkonsens und unseren, in unserem Grundgesetz festgeschriebenen Werten. Jeder überzeugte Staatsbürger ist jetzt in der Verantwortung, zu handeln und seine Stimme für unsere freiheitliche Demokratie zu erheben.

Wir Demokraten müssen zusammenstehen gegen jegliche Anfeindungen unserer Demokratie. Wir wollen den Verfassungsfeinden von Rechts und Links engagiert entgegen treten. Wir brauchen einen Pakt für Demokratie und für Toleranz.

Eine große Gefahr für unsere Demokratie und damit für die gesamte Gesellschaft ist die Gleichgültigkeit der so genannten „schweigenden Mehrheit“ und die Selbstverständlichkeit, mit der die Demokratie als gegeben und unantastbar angesehen und größtenteils geachtet wird. Dabei muss sie doch jeden Tag aufs Neue verteidigt werden.

Wir als sozial, politisch, kirchlich, religiös und gesellschaftlich in der Verantwortung Stehende des Kreises Wesel verpflichten uns auf ein überparteiliches und unserem Grundgesetz verpflichtetes Bündnis für Demokratie und Toleranz.

Hart in der Sache für die jeweiligen politischen, gesellschaftlichen und sozialen Positionen einzutreten, ist eine Grundvoraussetzung für eine funktionierende und wehrhafte Demokratie. Allerdings wollen wir – auch bei unterschiedlichsten Vorstellungen – stets fair und respektvoll im persönlichen Umgang miteinander bleiben. Harte inhaltliche Auseinandersetzungen gehören zur Demokratie genauso wie Akzeptanz unterschiedlicher Meinungen und Positionen. Persönliche

Anfeindungen haben jedoch im politischen Prozess nichts zu suchen. Verbale und physische Gewalt, Hass, Respektlosigkeit und Intoleranz verurteilen wir aufs Schärfste und tolerieren sie nicht.

 Als bekennende Demokraten im Kreis Wesel stehen wir für unsere demokratischen Grundwerte und die in unserem Grundgesetz beschriebenen unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechte ein!

 Wir stehen zusammen für Toleranz, Respekt, Menschenwürde und Demokratie!

 Wir verteidigen aktiv die in unserer Verfassung enthaltenen Werte!

 Wir stehen wo immer nötig auf gegen Hass, Verleumdung, Gewalt und Ausgrenzung!

Die Unterzeichner dieser Erklärung verpflichten sich in diesem Sinne, künftig weiterhin gemeinsam für Demokratie und Toleranz im Kreis Wesel einzustehen und wo nötig gemeinsam Flagge zu zeigen. Die mitzeichnenden Organisationen und Einzelpersonen verpflichten sich dementsprechend gleichfalls weiterhin zur Wahrung der oben genannten Prinzipien und Werte.

Sabine Weiss MdB Kreisvorsitzende der CDU Kreis Wesel

René Schneider MdL Kreisvorsitzender der SPD Kreis Wesel

Dr. Michael Terwiesche Kreisvorsitzender der FDP

Edelgard Wirxel-Komor FDP stellvertretende Vorsitzende

Matthias Broeckmann stellvertretender Vorsitzender CDU Kreis Wesel

Mark Rosendahl Gewerkschaftssekretär DGB Kreisverband Wesel

Jürgen Kosmann DGB Ortsverbandsvorsitzender Wesel

Thomas Brödenfeld Superintendent Ev. Kirchenkreis Wesel

Wolfgang Kürten Katholisches Kreisdekanat Wesel

Bernhard Scheid Geschäftsführer AWO Kreisverband Wesel

Brunhild Demmer Geschäftsführerin Caritasverband Moers-Xanten e.V.

Hans-Peter Niedzwiedz Vorsitzender Caritasverband Moers-Xanten e.V.

Petra Schmidt-Niersmann Kreisverbandsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen

Holger Schoel Kreisverbandsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen

Karl-Heinz Theußen Vorsitzender Der Paritätische Kreisgruppe Wesel

Friedhelm Waldhausen Superintendent Ev. Kirchenkreis Dinslaken

Arnd Rutenbeck Geschäftsführer Diakonisches Werk Dinslaken

Karl-Heinz Hildebrandt Vorsitzender Piratenpartei Kreisverband Wesel

Manfred Schramm Mitglied des Kreistags Wesel (PIRATEN)

Horst Vöge Vorsitzender Sozialverband VdK Kreisverband am Niederrhein

Michael van Meerbeck Caritasdirektor Caritasverband für die Dekanate Dinslaken und Wesel / Vorsitzender des Kreiskomitees der Katholiken im Kreisdekanat Wesel

Jürgen Orts Geschäftsführer Diakonisches Werk des Kirchenkreises Wesel

Dietrich Mehnert Geschäftsführer Grafschafter Diakonie gGmbH – Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers

Hans-Joachim Wefers Superintendent des Ev. Kirchenkreises Kleve

Sigrid Baum 1. Vorsitzende Presseclub Niederrhein

Wolfram Syben Superintendent des Ev. Kirchenkreises Moers

 

 

Einladung zur Jahreshauptversammlung

Geschrieben von am 21. Februar 2017 | Abgelegt unter Uncategorized

Ganz herzlich lade ich alle Mitglieder im Namen des Vorstands des Presseclubs Niederrhein zu unserer Jahreshauptversammlung ein:

Donnerstag, 16. März 2017
um 19.00 Uhr
Restaurant „Zur Trotzburg“
Rheinberger Straße 1, Moers
( www.trotzburg.de )

Seien Sie im Anschluss an die Jahreshauptversammlung unser Gast bei einem kleinen Abendessen.

Tagesordnung:

1. Begrüßung / Ergänzung der Tagesordnung
2. Bericht der Vorsitzenden und des stellvertretenden Vorsitzenden mit
Genehmigung der Tagesordnung
3. Kassenbericht des Geschäftsführers
4. Kassenprüfungsbericht
5. Entlastung des Vorstands
6. Neuwahl des Vorstands
7. Wahl der Delegierten zur Delegiertenversammlung / Anträge
8. Aktuelles aus dem DJV
9. Konrad-Duden-Journalistenpreis 2018
10. Mittwochsgespräch
11. Geplante Veranstaltungen, Grundsätzliches
12. Sonstige Aktivitäten

Anmeldungen- wie gewohnt – bitte bis 5. März an sigridbaum(at)gmx.de

Konrad-Duden-Journalistenpreis 2018

Geschrieben von am 7. Januar 2017 | Abgelegt unter Uncategorized

Preisverleihung beim Konrad-Duden-Journalistenpreis 2016

Wesel/Issum. Rund sieben Monate läuft sie noch, die Bewerbungsfrist für die vierte Auflage des Konrad-Duden-Journalistenpreises. Bis zum 15. Juli 2017 müssen alle Beiträge beim Presseclub Niederrhein eingegangen sein. Auch diesmal richtet sich der Wettbewerb wieder an junge, journalistische Talente aus ganz Deutschland, die frei oder hauptberuflich tätig sind. Sie dürfen nicht älter als 35 Jahre alt sein oder bis zu zehn Jahre in dem Beruf absolviert haben. Zugelassen sind Beiträge, die zwischen dem 30. Juni 2015 und dem 30. Juni 2017 in deutscher Sprache veröffentlicht wurden. Pro Bewerber kann nur ein Beitrag eingereicht werden. Der Konrad-Duden-Journalistenpreis wird gemeinsam von der Stadt Wesel, dem Presseclub Niederrhein und dem Dudenverlag vergeben. Im Januar 2018 wird der mit 3.500 Euro dotierte Preis dann in Wesel offiziell verliehen.

Der alle zwei Jahre vergebene Preis würdigt eine herausragende sprachliche Berichterstattung aus den Bereichen Print, Internet, Hörfunk und Fernsehen. Mit ihm sollen junge Journalisten dafür sensibilisiert werden, welche Verantwortung sie für stilistisch gutes und verständliches Deutsch haben. Die Beiträge sollten sich dem integrativen Ansatz einer einheitlichen Sprache zur Verständigung der Menschen untereinander widmen. Auf anschauliche und bildhafte Darstellungen wird ebenso Wert gelegt, wie auf den korrekten Umgang mit der deutschen Sprache. Eingereicht werden können Arbeiten aus allen journalistischen Stilformen. Auch Blog-Beiträge sind willkommen, wenn sie den Kriterien entsprechen.

Die Entscheidung, wer den Konrad-Duden-Journalistenpreis 2018 erhält, fällt eine namhafte elfköpfige Jury, zu der auch die diesjährige Gewinnerin Emilia Smechowski angehört. In Xaver Oehmen (2012) ist ein weiterer Preisträger mit von der Partie. Außerdem gehören zum Gremium Wesels Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, Christian Behrens (Autor „Kleine Welten“), Michael Bröcker (Chefredakteur Rheinische Post), Christian Lindner (Chefredakteur Rhein-Zeitung), Manfred Lachniet (Chefredakteur NRZ), WDR-Moderatorin Steffi Neu, Dr. Heinzgerd Schott (ehemaliger Schulleiter des Konrad-Duden-Gymnasiums), Dr. Nicole Weiffen (Dudenverlag) sowie Sigrid Baum (Vorsitzende des Presseclubs Niederrhein), die gleichzeitig auch die Vorsitzende der Jury ist.

Pressekontakt:
Presseclub Niederrhein
Sigrid Baum
Gelderner Straße 67– 69
47661 Issum
Telefon 0 28 35 / 44 01 24
sigrid.baum@baum-kommunikation.de

Erfolgreiches Weihnachtsbaumschlagen

Geschrieben von am 12. Dezember 2016 | Abgelegt unter Uncategorized

Gemeinsam mit Familien und Freunden haben wir unsere diesjährigen Weihnachtsbäume geschlagen. Eine schöne Einstimmung auf den Heiligen Abend.pcn-tannenbaumschlagen-11-12-2016

Einladung zum Tannenbaum schlagen

Geschrieben von am 17. November 2016 | Abgelegt unter Uncategorized

Sonntag, 11. Dezember 2016, 14.00 – 16.00 Uhr
Forstbetrieb Bloemersheim, Rheurdt, Vluyner Straße

Nach der guten Akzeptanz der Vorjahre laden wir die Mitglieder des Presseclubs Niederrhein auch in diesem Jahr herzlich ein, sich Ihren Weihnachtsbaum selbst zu schlagen. Dazu treffen wir uns im Forstbetrieb Bloemersheim / Haus Meer (Waldgebiet zwischen Vluyn und Schaephuysen) mit Ihnen. Sie haben die Wahl: entweder können Sie dort Ihren Baum selbst schlagen – oder aus den bereits frisch-geschlagenen Tannen einen auswählen.

Gerade für Kinder ist das Schlagen des eigenen Weihnachtsbaums ein tolles Erlebnis und sorgt für Weihnachts-Stimmung.

Alle Vorstandsmitglieder des Presseclubs freuen sich auf Sie. Neben einem wärmenden Lagerfeuer sorgen wir auch fürs leibliche Wohl und laden zu Würstchen, hausgemachtem Apfelpunsch oder nicht-alkoholischen Getränken ein. Den Kauf Ihres Baumes unterstützen wir mit 10 Euro (nur für PCN-Mitglieder).

Bitte geben Sie mir bis zum 1. Dezember (sigrid.baum(at)baum-kommunikation.de eine Information, ob wir mit Ihnen rechnen können.

Lokalblicke aus NRW

Geschrieben von am 26. September 2016 | Abgelegt unter Uncategorized

Mustafa Gülec ist ein türkischer Journalist, der bisher aus Deutschland für türkische Zeitungen berichtet hat. Dies ist für ihn im Moment nicht mehr möglich, Daher hat er mit
www.lokaleblicke.nrw
eine neu Seite aufgebaut und will Beiträge aus NRW veröffentlichen.

Er würde sich freuen, wenn möglichst viele Journalisten Ihre Beiträge auf dieser Seite veröffentlichten. Also als Veröffentlichungsplattform nutzen.

Der Presseclub wird es natürlich auch tun. Wir wünschen Mustafa Gülec viel Erfolg mit seinem Projekt.

Mittwochsgespräch des Presseclubs Niederrhein 31.8.2016 – Medien 2016 – Zwischen Lügenpresse und echtem Journalismus

Geschrieben von am 5. September 2016 | Abgelegt unter Uncategorized

Von Gerhard Klinkhardt

Georg Kellermann ist herumgekommen. In Afrika hat ihn mal ein 16jähriger Kindersoldat mit einem Gewehr in der Hand festgenommen. Klar, dass er Angst hatte. Inzwischen hat er Schwarzafrika mit dem Duisburger Innenhafen vertauscht. „Ich habe gedacht, in Deutschland könnte man frei berichten“ erzählt er während des Mittwochsgesprächs des Presseclubs Niederrhein im Casino der Moerser Sparkasse am Niederrhein.
Dass diese Meinung falsch ist, musste der heutige Leiter des WDR-Studios Duisburg während einer Pegida-Demonstration in Duisburg lernen: „Ich hatte Angst.“ Die Sendung kam nur unter Polizeischutz („Gottlob kräftige Jungs“) zu Stande. Die Berichterstattung in Deutschland ist immer schwieriger geworden. Das Mittwochsgespräch des Presseclubs Niederrhein mit dem Thema „Medien 2016 – Zwischen Lügenpresse und echtem Journalismus“ mit Gesprächspartnern von öffentlich rechtlichem Rundfunk (Georg Kellermann, WDR), Print (Christian Peters, NRZ Chefredaktion) und Wissenschaft (Prof. Marlis Prinzing, Köln) machte deutlich, dass Lösungen nicht leicht zu finden sind – wenn es sie überhaupt noch gibt.
Vom einstmals mehr oder weniger angesehenen Redakteursberuf ist nicht mehr viel übrig geblieben. „Wir sind Zielscheiben“ stellte Peters denn auch bitter fest, und: „Ich bin seit 36 Jahren im Beruf und habe noch nie erlebt, dass sich Lesermeinungen innerhalb von Monaten so radikal ändern.“ Ein Kollege, der sich für Flüchtlinge engagiert, wird bedroht, dessen Familie ebenfalls. Aber die Kollegen stehen hinter ihm. Klein beigeben wollen aber weder Peters noch Kellermann und der WDR. Der Sender sorgt sogar inzwischen mit Weiterbildung für den Umgang mit dem Mob und anderen Problemgestalten. Dabei geht es aber nicht um Waffen- und andere Gewalt sondern eher um den psychologischen Umgang mit schwierigen Zeitgenossen.
Dabei sind die Stammtischparolen nichts Neues, erinnerte Marlis Prinzing: Es gab schon immer diese Stammtischparolen, aber im Netz bleibt es ewig.“ Es gibt aber Grenzen, stellt sie fest: „Hass ist keine Meinung, da muss man klare Kante zeigen.“ Und Christian Peters sekundiert: „Wenn man’s lässt, hat man schon verloren.“ Dabei darf man wohl nicht zu zart besaitet sein. „Kann mit einigen Motzkommentaren leben“, stellt Kellermann fest. Immerhin seien die Netzwerke auch eine Informationsquelle. Dabei stellen sie auch etwas dar, was es früher nicht gab: „Publizierendes Publikum.“ Und dabei geht es inzwischen ziemlich rund. Während sich die Menschen früher noch für ihre Äußerungen schämten und sich hinter Pseudonymen versteckten, gebe es das heute nicht mehr, berichtet Kellermann, man gebe auch bei schlimmen Meinungen seinen echten Namen an: „Mache mir Sorgen, was bei Facebook los ist. Die Menschen entblößen ihre Niederträchtigkeit nicht mehr.“
Ein bisschen Wehmut ist bei Kellermann auch zu spüren, wenn er vom „hohen Gut des angelsächsischen Begriffs des Journalismus spricht“ der Deutschland für lange Jahre wichtig war. So sieht es auch Prinzing: „Die Leute können nicht mehr Billigjournalismus von Qualitätsjournalismus unterscheiden.“ Es gebe vielmehr eine „breite Gleichgültigkeit“ und „der Journalismus hat keine Lobby mehr.“
Sie mahnt aber auch die Verleger, sich ihrer Verantwortung nicht zu entziehen. „Prekäre Arbeitsbedingungen für Journalisten“ stellten ebenfalls eine große Gefahr da. Und während in vielen anderen Unternehmen Ethik eine Rolle spiele, sei in Medienunternehmen davon weniger zu spüren. Besonders in Krisenzeiten komme es auf die Solidarität untereinander an, mahnte Annette Kalscheur in der anschließenden Diskussion: „Journalisten müssen aufeinander aufpassen.“ Das wird sicher der türkische Journalist Mustafa Gülec dick unterstreichen, der als Erdogan-kritischer Kollege immer mehr Bedrohungen ausgesetzt ist.

Kasten 1:
Zwischen Lügenpresse und echtem Journalismus
Eine neue Herausforderung für Journalisten und Publizisten
Das Podium:
Marlis Prinzing, Professorin für Journalistik an der Macromedia Hochschule in Köln, Moderatorin, Kolumnistin, Buchautorin und Herausgeberin einer Praxisbuchreihe für Journalismus;
Georg Kellermann, Journalist und Leiter des WDR-Studios Duisburg;
Christian Peters, Journalist und Mitglied der NRZ-Chefredaktion Essen.
Gesprächsleitung: Ulf Maaßen, Thorsten Schröder

Kasten 2

Was Hass verstärkt
Hass kommt nicht aus dem Internet, sondern aus den Köpfen. Das Internet hat aber bestimmte Eigenschaften, die Hass verstärken können: So sehen wir im Netz unser Gegenüber nicht. Wir wissen also nicht, wie die eigenen Kommentare ankommen. Die fehlende Resonanz frustriert auch. Beides kann hemmungsloser machen. Eine weitere Eigenschaft: im Internet ist es möglich, mit vielen verschiedenen Leuten in Kontakt zu kommen. Doch wir folgen online wie offline gerne Menschen mit ähnlichen Meinungen, was Echokammereffekt genannt wird.
Den Echokammereffekt verstärken Algorithmen wie zum Beispiel die von Facebook. Sie zeigen uns vor allem Inhalte an, die wir wahrscheinlich liken werden, weil wir schon mal ähnliche Inhalte geliked haben. Das ist der sogenannte Filterblaseneffekt. Die Folge: Der Echokammer- und der Filterblaseneffekt führen im Internet dazu, dass wir mit unserer Meinung – egal ob über Musik oder Politik – weniger anecken, was zu Radikalisierung führen kann.
Das Internet ist nicht schuld, dass es Hasskommentare gibt. Es hält der Gesellschaft den Spiegel vor. Menschenfeindliche Einstellungen und Hass wurzeln tief in unserer Gesellschaft. Die Eigenheiten des Internets können den Hass aber verstärken. Es hilft also nicht, nur das Internet ändern zu wollen, wir müssen grundsätzlich gegen Vorurteile, Diskriminierungen und Hass vorgehen – beginnend in den Schulen.
Aus: BR Faszination Wissen
http://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/faszination-wissen/kommentare-hass-hetze-facebook-twitter-100.html

Mittwochsgespräch „Medien 2016 – Zwischen Lügenpresse und echtem Journalismus“ am 31. August 2016

Geschrieben von am 2. September 2016 | Abgelegt unter Uncategorized

Hier kommen die Fotos von Gerd Klinkhardt, die er anlässlich unseres Mittwochsgesprächs „Medien 2016 – zwischen Lügenpresse und echtem Journalismus“ in der Sparkasse am Niederrhein gemacht hat. Moderatoren und Organisatoren waren Ulf Maaßen und Thorsten Schröder.

 

PCN - Mittwochsgespräch 31.8.2016 Lügenpresse 2

PCN – Mittwochsgespräch 31.8.2016 Foto Gerhard Klinkhardt

 

 

PCN - Mittwochsgespräch 31.8.2016 Georg Kellermann

PCN – Mittwochsgespräch 31.8.2016 Georg Kellermann Foto Gerhard Klinkhardt

 

PCN - Mittwochsgespräch 31.8.2016 Prof. Marlis Prinzing

PCN – Mittwochsgespräch 31.8.2016 Prof. Marlis Prinzing Foto Gerhard Klinkhardt

 

PCN - Mittwochsgespräch 31.8.2016 Christian Peters

PCN – Mittwochsgespräch 31.8.2016 Christian Peters Foto Gerhard Klinkhardt

 

PCN - Mittwochsgespräch 31.8.2016 6

PCN – Mittwochsgespräch 31.8.2016 Foto Gerhard Klinkhardt

 

PCN - Mittwochsgespräch 31.8.2016 Silke Bender

PCN – Mittwochsgespräch 31.8.2016 Foto Gerhard Klinkhardt

 

PCN - Mittwochsgespräch 31.8.2016 9 Foto Gerhard Klinkhardt

PCN – Mittwochsgespräch 31.8.2016 Foto Gerhard Klinkhardt

 

PCN - Mittwochsgespräch 31.8.2016 12 Foto Gerhard Klinkhardt

PCN – Mittwochsgespräch 31.8.2016 Foto Gerhard Klinkhardt

 

PCN - Mittwochsgespräch 31.8.2016 - Giovanni Malaponti Foto Gerhard Klinkhardt

PCN – Mittwochsgespräch 31.8.2016 – Giovanni Malaponti Foto Gerhard Klinkhardt

 

PCN - Mittwochsgespräch 31.8.2016 11 Foto Gerhard Klinkhardt

PCN – Mittwochsgespräch 31.8.2016 Foto Gerhard Klinkhardt

 

https://www.sparkasseamniederrhein.de/2016-archiv/97-september/4608-luegenpresse-oder-guter-Journalismus

Nächste Einträge »