Konrad-Duden-Journalistenpreis 2012 für Xaver Oehmen

Geschrieben von am 8. Januar 2012 | Abgelegt unter Allgemein

WESEL. Xaver Oehmen aus Grevenbroich ist erster Preisträger des Konrad-Duden-Journalistenpreises, den die Stadt Wesel in Zusammenarbeit mit dem Presseclub Niederrhein (PCN) erstmals ausgeschrieben hatte. Sein Beitrag „Das Positive an der Braunkohle kann man sehen“ (erschienen am 14. Mai 2011 in der FAZ) überzeugte die siebenköpfige Jury. Der zweite Platz geht an Christian Herrendorf aus Düsseldorf mit seiner Reportage „Ein Tag in Deutschlands kleinster Stadt“ (Rheinische Post vom 3. Juli 2010). „Vom Vergessen und falschen Erinnern“ lautet der Titel des Beitrags von Hanna Drimalla, der am 12. September 2011 im Blog „dasgehirn.info“ veröffentlicht wurde. Die Autorin aus Bochum erreichte Platz drei. Der Konrad-Duden-Journalistenpreis ist mit insgesamt 3.500 € dotiert. Der erste Preisträger erhielt zusätzlich zu Geldpreis und Urkunde aus den Händen der Jury-Vorsitzenden Sigrid Baum und von Bürgermeisterin Ulrike Westkamp eine gläserne Trophäe als Erinnerung.

Verleihung in der Aula der Musikschule
Der Konrad-Duden-Journalistenpreis wurde am heutigen Sonntag, 8. Januar 2012, in der Aula der Musikschule der Stadt Wesel in festlichem Rahmen verliehen. Bürgermeisterin Ulrike Westkamp würdigte die Verdienste Konrad Dudens, dem wohl bekanntesten Sohn der Stadt Wesel. Sein orthografisches Verzeichnis zur deutschen Rechtschreibung von 1872 sei die Grundlage für das heutige Duden-Wörterbuch gewesen, das immerhin neun von zehn Deutschen bekannt sei. Gerne nutze die Stadt Wesel den hohen Bekanntheitsgrad und das positive Image von Konrad Duden, um für Wesel zu werben, sagte die Bürgermeisterin. In seiner Festansprache ging Helmut Dahlmann, Vorsitzender des Landesverbandes NRW im Deutschen Journalisten-Verband (DJV) auf das in der Verfassung verbriefte Recht der Presse- und Meinungsfreiheit ein. Dieses gelte es zu schützen und zu bewahren. Zwar sei das Image des Journalismus im Allgemeinen nicht optimal, dennoch glaube er mit dem Zitat eines italienischen Journalisten sagen zu können: „Der Journalist hat den besten Beruf der Welt.“ Dahlmann gratulierte den Preisträgern und wünschte Ihnen, dass sie sich die Freude am Schreiben bewahren.
Der Chefredakteur der Rheinischen Post, Sven Gösmann, regte eine Erweiterung des Konrad-Duden-Journalistenpreises sowie eine stärkere Akzentuierung der heute bestehenden Möglichkeiten im „digitalen Journalismus“ an. Das Berufsbild des Journalisten entwickle sich mit rasanter Geschwindigkeit, sagte Gösmann. So wie Konrad Duden seinerzeit ein Reformer der Sprache gewesen sei, könnte bei einer weiteren Ausschreibung dieser Journalistenpreis als eine Art „Konrad Duden 2.0“ die Wandlungen im Journalismus verdeutlichen.
Sigrid Baum, Vorsitzende des Presse-Clubs Niederrhein (PCN), freute sich als Jury-Vorsitzende über die hohe Qualität der von 21 Autoren insgesamt eingereichten 30 Beiträge aus den Sparten Presse, Online und Fernsehen. „Es gibt eine Fülle von guten, jungen Journalisten, die sehr sorgfältig mit der deutschen Sprache umgehen und attraktive und lesenswerte Beiträge schreiben“, sagte sie.

Mitglieder der Jury
Der Jury gehörten Personen an, die wissen, wie wichtig der lebendige Umgang mit der deutschen Sprache ist: Christian Behrens (Autor von „Kleine Welten“), Sven Gösmann (Chefredakteur Rheinische Post), Ludger Jochmann alias Knister (Kinderbuchautor und Filmproduzent), Rüdiger Oppers (Chefredakteur Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung), Dr. Heinzgerd Schott (Direktor des Konrad-Duden-Gymnasiums, Wesel), Ulrike Westkamp (Bürgermeisterin der Stadt Wesel) und Sigrid Baum (Vorsitzende des Presseclubs und Juryvorsitzende).

Bildunterschrift
Bürgermeisterin Ulrike Westkamp (2. von rechts) und Jury-Vorsitzende Sigrid Baum (links) ehren die Preisträger Xaver Oehmen (links mit Urkunde), Christian Herrendorfer (rechts daneben) und Hanna Drimalla (vorne mit Urkunde). Im Hintergrund (von links) die Jury-Mitglieder Dr. Heinzgerd Schott, Ludger Jochmann, Christian Behrens (verdeckt) und Sven Gösmann (rechts). Foto: WeselMarketing

Die Beiträge der drei Preisträger finden Sie im Internet unter folgenden Links:

1. Preis
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/2.1781/zukunft-der-energie-das-positive-an-der-braunkohle-kann-man-sehen-1635523.html

2. Preis
http://www.rp-online.de/herzrasen/ein-tag-in-der-kleinsten-stadt-deutschlands-1.1351678

3. Preis
http://dasgehirn.info/denken/gedaechtnis/vom-vergessen-und-falschen-erinnern/

Sieger, Preisträger und Jury des Konrad-Duden-Journalistenpreises 2012

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